Sind die neuen, “modernen” Verbrennungsmotoren so gut dass ich meine eMobilität überdenken muss?

“Nichts ist so mächtig, wie eine Technologie, deren Zeit gekommen ist”

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Liebes Verbrenner-Forum, ich denke ich bin bei euch richtig. Ich bin hier neu und hätte einige technische Fragen, die ihr mir vielleicht beantworten könnt.

Im Fernsehen war vor kurzem eine Podiumsdiskussion, bei der alle Top-Manager der deutschen Automobilindustrie anwesend waren. Etwas irritierend war vielleicht die Tatsache, dass bei fast allen Managern das Wort Ex- beim Titel aufgeführt war. Das Podium war aber hochkarätig besetzt. Von Piech über Zetsche bis Winterkorn, der Wirtschaftswissenschaftler Werner Sinn der die naturwissenschaftlichen Fragen beantwortete hat, der Sprecher des Dachverbandes der Deutschen Automobilindustrie der die Aussagen der Manager 100%ig bestätigte und Walter Röhrl der über seine eMobilitäts-Erfahrungen berichtete.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der man sich über die Mobilität und deren Auswirkung auf die Umwelt nie Gedanken gemacht hat. Meine Familie war immer der Überzeugung, dass durch den massiven Wandel zur Nachhaltigkeit (Photovoltaik, Wind) Strom die umweltschonenste Energieform darstellt. Soweit ich mich zurückerinnern kann, haben wir immer Strom als Energie verwendet. Nicht nur alle Geräte im Haus, das Heizsystem (Wärmepumpe), sondern auch all unsere Mobilgeräte wurden nie mit fossilen Kraftstoffen betrieben. Mein Vater wusste nicht einmal wie das funktionieren könnte, obwohl es dieses Video eh ganz gut zeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=Gqy5-e5-ZOE
Unser Haus ist typisch, Photovoltaikanlage am Dach, Energiespeicher in der Garage. Dasselbe gilt auch für unsere Fahrzeuge, vom Fahrrad bis zum Auto, alles elektrisch und großteils von unserer eigenen PV-Anlage geladen.

Nun haben mich einige Aussagen dieser Experten zum Nachdenken gebracht. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob wir weiterhin bedenkenlos Strom als Energieträger einsetzen sollten. Die Herren haben einige von ihnen bezahlte Studien zitiert, anhand derer die Elektromobilität doch als sehr umweltschädlich einzustufen ist, vor allem im Vergleich zu modernen Verbrennungsmotoren.

Piech sprach schon immer vom 1,5-Liter Auto, Zetsche lobte die sauberen Mercedes Diesel und Walter Röhrl war überhaupt davon überzeugt, dass Elektromobilität ein absoluter Irrweg ist, und dass er den Schrott nicht braucht. In einem Punkt waren sich alle einig, dass ein modernes Verbrennungsfahrzeug in allen Belangen (vor allem in Umweltfragen) einem Elektrofahrzeug überlegen ist. Sinn sagte sogar, dass Elektroautos die Umwelt um 30% mehr als Verbrennungs-Autos belasten….

Im Vertrauen auf die Aussagen der Diskussionsteilnehmer, es sind immerhin die Top-Manager der wichtigsten Industrie in Deutschland, haben wir uns letztes Wochenende erstmals ein modernes Verbrennungsauto ausgeliehen und erste Erfahrungen gesammelt. Einen Euro 6D, von dem alle sprachen, gibt es aber noch nicht zum ausleihen. Nur einen Euro 6-temp, welcher nur temporär bis 2021 zugelassen wird (witzig). Der Euro 6D ist dann ab 2021 Pflicht. Der wird dann vermutlich nicht nur einen modernen, sondern einen hochmodernen Verbrennungsmotor haben. Obwohl wir nur einen Euro 6-temp suchten, war die Auswahl möglicher Modellen deutlich schlechter, als bei Elektrofahrzeugen. Alte Euro 6 die heute hauptsächlich verkauft werden gab es viele, die wollten wir aber nicht testen, da die Automobilindustrie selbst bereits von alter Technologie sprach. Hier also gleich die erste Frage: Weiß von euch jemand, welcher technologische Fortschritt nach 130 Jahren Verbrennungsmotorentwicklung nun eingetreten ist, dass innerhalb von einem Jahr alle Verbrennungsmotoren modern und ab 2021 sogar hochmodern und umweltfreundlich sind?

Nachdem ich mich bei Verbrennungsautos gar nicht auskannte musste ich mich erstmals mit einigen Begriffen beschäftigen. Was Euro 6/6D und 6D-temp, NEFZ und WLTP eigentlich bedeutet, wusste ich vorher nicht. Nach mehrtägiger Internetrecherche habe ich mir ein Grundwissen angeeignet. Irgendwie kompliziert und wohl so gemacht, dass sich Laien nichts darunter vorstellen können….

Offenbar ist es so, dass man bei Dieselfahrzeugen 6D ca. 0,4 Liter/100km, eines Zusatzstoffes(AdBlue) benötigt (also ca. 4 Liter pro Diesel-Tankfüllung) um Umweltauflagen (heißen Euro 6… ) zu erfüllen. Das macht aber niemand, haben mir Freunde erzählt. Offensichtlich ist es so, dass die Automobilindustrie diesen Zusatzstoff faktisch nur auf Prüfständen einsetzt, wodurch der Tank recht klein sein kann. Laut Presseberichten sei dies auch unter den Herstellern so abgesprochen. Dementsprechend muss er nur im Zusammenhang mit dem Besuch der Reparaturwerkstätte, die sowieso alle 30 000 km sattfinden muss, aufgefüllt werden. Das erklärt auch, warum der Nachfüllstutzen bei manchen Autos im Kofferraum versteckt ist. Kann mir jemand erklären, warum man nur für eine Prüfstandmessung eine Abgasanlage und einen zweiten Tank einbaut?

Wir mussten das Auto in einer Reparaturwerkstätte abholen. Der Werkstattleiter hat uns erklärt, dass dies wichtig sei, da man solche Autos nicht ohne einem guten Wartungspartner betreiben kann. In so einem Auto sind zigtausende Teile verbaut wovon viele ständig rotieren, wenn der Motor läuft. Man müsse die Motoren ständig nachstellen, Ersatzteile tauschen, die Abgase messen und dass Öl wechseln. Im Vertrauen verriet er mir sogar, dass der Ölverkauf sein wahres Geschäft sei. Er braucht alleine 15t Motoröl im Jahr. Das war für mich auch plausibel, als ich seine Rabattaktion mit € 25 pro Liter Öl sah und da ich weiß, dass 1l Motoröl nur ca. 5 Euro kostet. Ursprünglich dachte ich ja, dass seine Mechanikerstunden das wahre Geschäft sind. Denn mit einem Durchschnittsstundensatz von € 172,- für einen Kfz-Mechaniker/Spengler (ohne jeglicher akademischer Ausbildung) müsste man eigentlich auch ganz gut leben können. Frage: Musstet ihr euer Auto auch in einer Werkstätte kaufen? Wie viel kostet das ständige Warten und Reparieren von solchen Fahrzeugen? Lasst ihr das Öl in Fachwerkstätten wechseln, oder wechselt ihr das Öl selbst und darf/kann man das selbst wechseln?

Vermutlich hatte unser Leihauto zwei Defekte. Blöd, wenn das genau bei einem Testwagen auftritt. Denn zum einen konnten wir die gewaltige Beschleunigung „von unten heraus“, über die der Werkstattleiter bei Dieselfahrzeugen so geschwärmt hat, nicht feststellen. Meine Frau meinte sogar, dass das Auto defekt sei. Und zum anderen verbrauchten wir ca. 7l fossilen Brennstoff auf 100 km, obwohl der Wagen eher klein war. Wenn dieser Verbrauch tatsächlich real wäre, dann würden sich ja unsere heutigen Treibstoffkosten verdreifachen! Weiß jemand von euch, wo man die von Piech zitierten 1,5-Liter Autos ausleihen kann? Denn dann erhöhen sich unsere heutigen Treibstoffkosten nicht.

Ich hoffe nicht, dass die Automobilindustrie beim Verbrauch schwindelt. Das würde ein so großer Wirtschaftszweig wohl nie riskieren, da ja – wenn das aufliegt – der Schaden gewaltig wäre. Obwohl ich zugeben muss, dass mich bei näherer Betrachtung der Reichweitenberechnungen ein ungutes Gefühl beschlich. Früher gab es nämlich einen Standard-Test „NEFZ“ genannt, welcher den Verbrauch auf 100 km maß. Dabei wird ein Fahrzyklus angenommen, welcher nur ganz kurz einmal 120 km/h erreicht. Der Zyklus dauert auch nur ganz kurz, damit bei Hybridfahrzeugen die kleine Batterie nicht leer wird, sonst würde der Verbrennungsmotor anspringen und Kraftstoff verbrauchen. Der Werkstattleiter erklärte mir, dass dies deshalb gemacht wird, da sonst SUVs (wegen dem Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten) und Hybridfahrzeuge mit kleinen Batterien unverkäuflich wären. Er brachte ein Beispiel anhand des modernsten Autos von BMW, dem i8. Laut Datenblatt verbraucht er nur 1,8 l auf 100 km. Dann lachte er und sagt, dass natürlich jeder weiß, dass dieses Auto bei Betrieb des Verbrennungsmotors über 11l verbraucht. Aber da der Test nur so kurz ist, reicht die kleine eingebaute Batterie um den Test, großteils batteriebetrieben, zu absolvieren. Natürlich wird im Test nicht richtig Gas gegeben, sonst würde der Verbrennungsmotor sofort anspringen und das gute Ergebnisse ruinieren. Er meinte weiters, dass der alte NEFZ – Test, welcher um 40-60% weniger als der Realverbrauch angezeigt hat, nun durch den neuen WLTP -Test ersetzt wird, wobei dieser nur noch ca. 20% weniger anzeigt.

Im Internet habe ich dann noch gelesen, dass bei den NEFZ-Tests im Prüflabor:

  • alle Nebenaggregate des Fahrzeugs abgehängt (wegen Energieverbrauch),
  • die schleifenden Bremsen ausgebaut,
  • 4% Toleranz abgezogen,
  • die Motorsteuerung auf Eco-Tuning eingestellt,
  • alle Öle gegen Super-Leichtlauföl (der Test dauert ja nur 20 Minuten) ersetzt,
  • Außenspiegel demontiert,
  • Leichtroll-Räder mit Überdruck aufgepumpt,
  • und alle Fugen und Schlitze mit einem Klebeband abgeklebt werden(wird).

Deshalb meine Frage: Weiß von euch jemand, warum der Gesetzgeber ein nicht realistisches Standardverfahren festlegt obwohl er weiß, dass das Ergebnis falsch ist? Kann das etwas mit den 150 Lobbyisten in Brüssel zu tun haben? Es verwundert mich deshalb, da ja Steuern auch vom Verbrauch abhängen, wodurch sich ja der Staat selbst betrügen würde. Hmmm….

Der Werkstattleiter sagte uns bei der Fahrzeugübergabe auch, dass wir das Auto in keinem Fall in geschlossenen Räumen (zum Beispiel Garagen mit geschlossenem Garagentor) betreiben dürfen, und dass wir unbedingt in unsere Garage zwei große Löcher für die Belüftung machen müssten, da bei unsachgemäßer Verwendung die Abgase absolut tödlich sein. Er meinte sogar, dass sich damit jedes Jahr viele Menschen selbst umbringen. Einer der Manager sagte aber, dass man heute so gute Autos baut, dass die Abgase für die Umwelt völlig unbedenklich sind. Weiß jemand von euch, wie etwas tödlich und unbedenklich gleichzeitig sein kann und was er da meint? Habt ihr in eurer Garage Löcher in die Wand gemacht, oder fährt ihr nicht in die Garage? Wie klimatisiert sich das Auto automatisch eine halbe Stunde vorm im Outlook eingetragenen Abfahrtstermin, wenn es in der Garage nicht betrieben werden darf? Hat das Auto Sensoren um zu erkennen ob es sich in einem geschlossenen Raum befindet, oder gibt es die automatische Klimatisierung in der Garage womöglich bei Verbrennungsmotoren gar nicht? Es gibt ja Länder, wo man bei stehende Autos den Motor nicht laufen lassen darf. Wie klimatisiert ihr euer Auto am Abend vor der Nachhausefahrt? Ich habe jedenfalls nach der Warnung vom Werkstattleiter das Auto auf der Hauptstraße abgestellt und bin nicht in meine Garage hineingefahren.

Auch zum Tanken habe ich eine Frage. Mein Nachbar erzählte mir, dass er alle Betankung bei öffentlichen Tankstellen durchführen muss. Wir laden ja maximal 5% der Elektroenergie an öffentlichen Ladestellen.  Er berichtete mir auch über seine Sorge, dass falls sich die Elektromobilität durchsetzt, mit einer deutlichen Ausdünnung der Tankstellennetze zu rechnen ist. Und wenn man die eine Tankstelle in unserem Ort zusperren würde, müsste er zur Betankung 15 km in die Nachbargemeinde fahren. Wenn ich das alles zusammenzähle, verbring er ja mehr Zeit beim Tanken als ich…. Weiß jemand von euch wann eine Heim – Betankung möglich wird? Und noch eine kleine Nebenfrage. Bei unserem Versuch war die Tankpistole mit Kraftstoff verschmiert. Dadurch, dass ich sie bedient habe, hat meine Hand extrem nach Treibstoff gerochen. Zwar für mich kein unangenehmer Geruch, aber für die nachfolgende Geschäftsbesprechung doch sehr störend. Wie vermeidet ihr das, und gibt es ein automatisches, wenn möglich berührungsloses Tanken? Eigentlich möchte ich mich um die Betankung gar nicht kümmern, sie sollte automatisch von statten gehen und jeden Morgen abgeschlossen sein. Ich habe das ständige Überwachen der Tankuhr als nachteilig empfunden… Ein mir bekannter ÖAMTC Helfer meinte sogar, dass dies oft übersehen wird und dass das Sprit-Nachfüllen und das Batterieaufladen seine Hauptarbeit sei. Weiß jemand warum die Batterien bei Verbrennungsmotoren leer werden? Kann man da nicht auch so wie bei eAutos das Licht 800 Stunden eingeschaltet lassen?

Die Bedienung und Energierückgewinnung hat uns auch noch einige Rätsel aufgegeben. Am Anfang ist uns nur aufgefallen, dass wir sehr oft das Bremspedal treten mussten. Insgesamt fanden wir das viele „Pedal-Treten“, sowie das ständige Schalten als ziemlich anstrengend. Die rechte Hand war faktisch zu sonst nichts mehr zu verwenden, denn man musste immer schaltbereit sein. Ich weiß zwar nicht ob das bei anderen Fahrzeugen anders ist, aber bei diesem Leihfahrzeug musste man ständig mit der Hand rumkurbeln….

Als wir über einen Bergrücken abwärts gefahren sind fiel uns außerdem auf, dass man kaum den richtigen Gang für die Rekuperation (Energierückgewinnung beim Bremsen) einlegen konnte, um eine angenehme Abbremsung des Fahrzeuges zu erreichen. Entweder heulte der Wagen auf (zu kleiner Gang) und man behinderte den nachfolgenden Verkehr, oder die Rekuperation-Bremsung war kaum vorhanden und man musste mit dem Pedal mitbremsen. Nach einer längeren Talfahrt konnten wir deshalb einen stechenden Geruch wahrnehmen. Als wir im Tal auf einem Parkplatz anhielten, erklärte uns ein erfahrener Verbrennungsmotorfahrer, dass dies ganz normal sei, weil die Bremsen bei stärkerer Beanspruchung glühen würden. Von einer Rekuperation wusste er gar nichts. Kann es sein, dass bei Verbrennungsmotoren gar keine Rekuperation eingebaut ist? Warum hat man die Gänge nicht so gewählt, dass eine kontinuierliche Rekuperations-Bremsung möglich ist? Muss man dann nicht immer wieder die Bremseinrichtung erneuern? Macht das auch die Werkstätte? Wie lange halten solche Bremsen? Jetzt verstehe ich auch schön langsam, warum es sinnvoll ist, dass diese Verbrennungs-Autos in Werkstätten verkauft werden. Der Reparatur-Partner scheint doch von erheblicher Wichtigkeit.

Dabei ist mir auch klar geworden, warum bei allen Verbrennungsmotorfahrzeugen die schönen Alufelgen immer total verdreckt sind. Ich vermute fast, dass ist der Bremsabrieb. Weiß da jemand etwas darüber?

Über das Wochenende sind wir 800 km gefahren. Das Ganze mit einer einzigen Betankung. Gewaltig! Das habe ich bei Elektroautos noch nirgends gesehen. In unserem Fall war das Nachladen kein Problem, weil wir das Ganze nicht in einem Stück durchgefahren sind. Aber mir hat jemand auf einem Parkplatz erzählt, dass dies für einen Bekannten seines Freundes ganz wichtig ist. Deshalb würde ich euch gerne fragen, ob ihr tatsächlich 800 km ohne Pause durchfahrt, und wie oft ihr das im Jahr macht?

Und noch eine Frage zum Treibstoff. Vor zwei Jahren waren wir in Nigeria wo wir bei einer Safari in einem Schlammloch stecken geblieben sind. Der Guide erklärte uns, dass durch das viele Öl im Boden die Reifen leicht durchdrehen. Nachdem er unsere großen Augen sah, ist er mit uns etwas abseits in den Urwald gefahren, und hat uns dort Ölfelder gezeigt. Gigantisch, beeindruckend und schockierend gleichzeitig, überall Öllachen und Pfützen. Es war richtig unwirklich, als ob man in ein Ölgemälde eingetaucht wäre…  Der Guide sagte uns auch noch, dass wir mal nachdenken sollen, in welche Kanäle unsere Milliarden verschwinden, und warum eine IS in einem Jahr einem Staat aufbauen konnte. Er meinte, dass die unser Geld für Waffenkäufe und Unterdrückung verwenden würden ….

Aufgrund dieser Erfahrung habe ich nach unserer Heimkehr etwas im Internet gesucht und festgestellt, dass dies durchaus alles korrekt erscheint. Dabei bin ich auch auf ein Video gestoßen in dem Walter Röhrl den neuen ePorsche über den Klee lobt, obwohl “er den Scheiß nicht braucht”? Außerdem fand ich ich ein interessantes Video über die Mythen der eMobilität:
https://www.youtube.com/watch?v=L_IXv8MBGlI

Bei diesen Recherchen fand ich auch einen wissenschaftlichen Artikel über Öl-Sandförderung, in dem statistische Daten aufgeführt waren. So verbraucht man für die Öl-Sandförderung (= 10 % der Ölförderung) pro Tag 1 Mrd Liter Frischwasser, erzeugt 1,25 Mrd Liter giftige Abwässer und produziert 3,18 Mio Tonnen Treibhausgase. Genau so sah es in Nigeria aus… Das amerikanische Energie-Ministerium sagte sogar, dass die Nachfolgeprozesse, bis der Treibstoff aus der Zapfsäule kommt, noch 9kWh/100 km elektrischen Strom verbrauchen. Da könnte man ja, alleine mit dem Strom den man für 100km Treibstofferzeugung verbraucht, elektrisch 60 km weit fahren…. Habt ihr das gewusst? Habt ihr Infos dazu?

Je mehr ich mich in das Thema einarbeite, umso gruseliger wird es. Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, dass ich von der Automobilindustrie und von deren bezahlten Studien verschaukelt werde, und dass das ganze Projekt in Wirklichkeit ein Boni- und Profiterhaltungsprogramm ist. Ich glaube mittlerweile, dass denen die Umwelt ziemlich egal ist, obwohl sie bei der Elektromobilität ständig damit argumentieren. Man bekommt sogar den Eindruck, dass die Hersteller mit den größten Autos jene sind, die die Umweltkarte bei der eMobilität am stärksten spielen….

Aber möglicherweise ist der Markt schon im Umbruch und Sie wollen uns noch schnell das alte Zeug verkaufen, denn sonst würden nicht so viele Ex-Manager am Podium sitzen. Wie seht ihr das?

9 thoughts on “Sind die neuen, “modernen” Verbrennungsmotoren so gut dass ich meine eMobilität überdenken muss?

  1. Hallo Innovator66,

    Zu Deinen Fragen:

    1. Marketing und Lobby.
    2. Marketing und Lobby
    4.1 Werkstatt, Händler und Privat
    4.2 Betriebskosten pro km können beim ADAC eingesehen werden
    4.3 Öl kann man selber kaufen und zur Werkstatt mitbringen
    5. Wie kann man mit einem “kleinen” neuen Diesel-Fahrzeug 7 Liter verbauchen? Ich fahre meinen 15 Jahre alten Diesel 2.0 TDI jeden Tag unter 5l. Stadt, Autobahn, Landstraße.
    5.1 VW Händler
    6. Ja
    7. Gesetzgebung umgehen und Lücken ausnutzen
    8.1 In einem geschlossenen Raum mit laufendem Motor stirbt man, weil die Abgase den Sauerstoff verdrängen. Wenn der Sauerstoffgehalt nicht sinkt, kann man bestimmt mehrere Jahrzehnte neben dem Abgasrohr überleben.
    8.2 Ich habe keine Garage
    8.3 Elektroheizung und elektrischer Klimalkompressor. Ölwannenheizung. Kühlwasserheizung.
    8.4 Der Motor muss nicht laufen, um eine automatische Klimatisierung zu ermöglichen
    8.5 Gar nicht. Kalt wird es direkt und Warm auch, da in modernen Fahrzeugen eine Elektroheizung eingebaut ist.
    9. Wenn man genug Geld und Kapital hat. Wie bei der eigenen Ladesäule auch.
    10. Es gibt an jeder Tankstelle mindestens Papiertücher und/oder Plastikhandschuhe
    11. Weil die Akkus so ausgelegt sind, dass die Energie für mehrere Startversuche reicht und man mehrere Stunden z.B. Musik hören kann. Und warum sollte ich 800 Std. also über einen Monat das Licht anlassen? Das ist Energieverschwendung.
    12. Hab ich gewusst. Kann Recherche in Erfahrung gebracht werden. Siehe Vergleich Akku-Herstellung und Rohstoffgewinnung
    13. Sehe ich auch so

    Ein paar Fragen zur E-Mobilität, welche Du mir jetzt gerne beantworten darfst:

    1. Muss eine Werkstatt und deren Mitarbeiter besondere Auflagen erfüllen, um ein E-Fahrzeug warten und reparieren zu können? Innovator66: Ja, muss man. Übrigens beim Umgang mit leicht entzündlichen Stoffen wie in Werkstätten üblich auch…
    2. Was muss man denn bei einem E-Fahrzeug warten und kontrollieren lassen und wie viel kostet das?Innovator66: kann ich nicht genau sagen. Aber einen Hinweis gibt es beim Golf. Der Vollwartungsvertrag kostet dort beim eGolf nur 1/3. Für mein Model S habe ich beim 100.000km Service 680.- Euro ausgegeben. Davor nichts…
    3. Nach wie vielen Jahren hat der Akku noch eine Kapazität von 80%? Innovator66: Bei Tesla gibt es eine umfangreiche Untersuchung. Bei 350 Fahrzeugen mit über 300 000 gefahrenen Kilometern lag die Reichweite noch bei über 90%. Der Spitzenreiter (ein finnischer Taxifahrer) liegt bei 430 000 km und 7 % Reichweitenverlust. Heutige Elektromobile werden nicht mehr so gebaut, dass der Akku zum Austauschen ist, weil mittlerweile die Lebensdauer des Akkus dem des Fahrzeuges entspricht. Interessantes Detail: Tesla steigt ab 2020 in den vollautonomen Taxibetrieb ein, und entwickelt dafür Fahrzeuge die 1,6 Millionen km weit fahren können. Auch der Akkusatz wird für eine Reichweite von 1,6 Millionen km ausgelegt. https://youtu.be/0GnH_C6NrOM
    4. Wie viel kostet so ein Akku? Einmalig? Miete? Innovator 66: Ist im Fahrzeugpreis enthalten, und der Grund für die höheren Preise. Ab 2021 rechnet man bereits mit einer Preisgleichheit. In China wird derzeit bereits ein SUV für 460 km Reichweite um € 16.000 verkauft. Marktstart Deutschland 2020.
    5. Wie viel kostet so ein E-Fahrzeug? Ein Freund von mir hat sich einen neuen eGolf gekauft, und hat dafür mit Diesel Abwrackprämie € 29.000 bezahlt. Ein sehr gut ausgestatteter eGolf… Aber Achtung: Wenn Verbrennungsmotoren die Umweltauflagen auch tatsächlich erfüllen müssen, werden dort die Kosten steigen!
    6. Wie viel Reichweite hat ein E-Fahrzeug bei -10° und wie lange kann ich “nur” die Heizung laufen lassen bei -10° damit meine Frau und mein Kind nicht frieren? Innovator66: Das kann ich nur für einen Tesla Model S beantworten, da ich hier die Erfahrungen selbst gemacht habe. -10° ca. 270km. Bei Plusgraden 360km. Die Batterietechnologie wird gerade in diesem Bereich optimiert. Die Heizung läuft ca. 4 Tage durch…
    7. Wie soll ich mein E-Fahrzeug in der Stadt in einem Mehrparteien-Haus ohne Parkplätze aufladen?Innovator66: Wird es in Zukunft nicht mehr geben, im städtischen Bereich werden Robotertaxi zum Einsatz kommen. Man muss sich um nichts kümmern und die Kosten werden auf ca. € 0,15 pro Kilometer fallen. Ein Viertel der städtische Jugendliche bis 25 Jahren machen heute schon keinen Führerschein mehr.
    8. Wie viele Menschen mit Auto haben überhaupt einen eigenen Stellplatz und wie viele davon mit einem Stromanschluss? Innovator66: Ca. 50 % der Bevölkerung haben einen Zugang zu einem Stromanschluss. Die EU hat eine Richtlinie erlassen, die alle Unternehmen und Gebäudeerichter per Gesetz verpflichtet, in Zukunft entsprechende Stromanschlüsse vorzusehen.
    9. Wie viele Menschen können sich ein Eigenheim mit Photovoltaik und Wärmepumpe leisten und haben tatsächlich auch eins. Und wie viele Menschen können sich ein neues E-Fahrzeug leisten? Innovator66: Durch den flotten Betrieb (heute stehen Verbrennungsmotoren 23 Stunden am Tag) werden die Kosten dramatisch reduziert. Durch autonomes Fahren (mit vollautomatischer berührungslos arbeitenden Ladestationen bei Elektroautos) erwartet man eine Ausnutzung von ca. 10 Stunden. Durch die höhere Ausnutzung werden die Kosten reduziert, sodass in Zukunft auch Menschen mit geringem Einkommen ein modernes und sicheres RobotTaxi nutzen können.
    10. Aus was besteht ein Akku? Innovator66: Aus vier Metallen, keine seltene Erde!
    11. Wie werden die Rohstoffe für die Akkus gewonnen? Innovator66: 90 % der Metalle sind ein Nebenprodukt der Kupfer und Zinkproduktion. Und dieses Kupfer befindet sich auch in heutige Autos. Deshalb gibt es die angesprochene bedauerliche Kinderarbeit auch bereits aus einer Zeit bevor das Elektroauto eine Renaissance erfuhr.
    12. Wie kann der Akku jetzt schon recycelt werden und wie viel kostet das an Engergie? Innovator 66: Korea (ein Land ohne Lithium Rohstoffe und großer Batterieproduktion) hat die erste großtechnische Batterie- und Lythium-Recyclinganlage in Betrieb genommen. Dabei werden zwischen 80 und 90 % der Rohstoffe wiedergewonnen.
    13. Besteht Brandgefahr bei einem Akku und wie schnell brennt ein E-Fahrzeug bei einem Defekt des Akkus? Innovator 66: Es brennen derzeit in Deutschland am Tag 40 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. 15 000 im Jahr. Prozentual gesehen (Elektroautos sind ja viel weniger unterwegs) brennen Elektroautos weniger oft als Verbrenner. In einem großen ADAC Untersuchung kam der ADAC zum Schluss, dass bezüglich Sicherheit kein Unterschied beobachtbar ist. Die im Bälde eingeführte Lithium – Feststoffzellentechnik wird bei Bränden um den Faktor 1000 besser werden. Brennende Autos wird es in Zukunft kaum mehr geben.
    14. Was passiert bei einem Unfall und was sind die Gefahren für die Ersthelfer? Innovator66: Verunfallte Elektroautos haben mit derzeitiger Technologie das Risiko, nach dem Unfall zeitverzögert in Brand zu geraten. Übrigens tropfender Benzin auf den Auspuff auch. Aber offensichtlich hat man sich an die 40 brennenden Autos / Tag gewöhnt.
    15. Wie ist der Wirkungsgrad Well-to-Wheel von einem E-Fahrzeug mit dem heutigen Energiemix in Deutschland? Innovator66: Ca. 25% besser als mit fossilen Kraftstoffen. Der Faktor steigt jährlich durch die Zunahme der Grünenergie, auch in Deutschland. Der Ausstieg aus der Braunkohle (Hauptverursacher) ist beschlossene Sache. In Österreich ist der Grünstromanteil bereits deutlich höher, wodurch sich ein Well-to-Wheel Verhältnis von 178 zu 38 g/CO2/km ergibt. Die Erzeugung und Entsorgung der Batterie ist selbstverständlich eingerechnet.
    16. Wie ist der CO2-Ausstoß von einem E-Fahrzeug mit dem heutigen Energiemix in Deutschland pro KWh? Innovator66: Ca 120g/CO²/km aber Well-to-Wheel! Verbrenner liegen bei ca 180 Well-to-Wheel.
    17. Wie viel wiegt ein E-Fahrzeug?Innovator66: Das Gewicht ist ein unentscheidender Faktor, da die Energie der Masse (kinetische Energie) entweder zum Auslaufen des Fahrzeuges, oder zu Rekuperation verwendet wird.

    Innovator66: Und danke dass sie sich die Zeit genommen haben meinen etwas provokanten Blog zu lesen und zu kommentieren…. Übrigens hier ein Video das viele Fragen beantwortet…. https://www.youtube.com/watch?v=L_IXv8MBGlI

    Viele Grüße

    Cersei

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    1. Hallo Innovator66, hallo Cersei,

      Da ich im Bereich E-Mobilität bei einem namenhaften deutschen OEM (Innovator66: schön zu hören!) angestellt bin, möchte ich mich gerne an eurem interessanten Austausch beteiligen und referenziere mich auf die Antworten von Innovater66, da ich den Aussagen von Cersei größtenteils zustimme.
      Edit: Zu deiner Frage ob jmd. 800km ohne Pause fährt und wie oft er das macht –> Ich fahre etwa 6-7x im Jahr >500km + 6-7x im Jahr> 400km meist ohne Pause bzw. maximal einer kleinen Pinkelpause <5min Innovator66: Damit zählst du schon zu den oberen 10% der Viel- und Weitfahrer. Da würde ich mir im Moment noch einen Hybrid, oder einen Tesla kaufen. Bedeutet aber auch bei Tesla, dass du so ca. 2 x im Monat an die 20 Minuten laden müsstest. ABER: Mit der nächsten Generation (in 2 Jahre, über 500km Real-Reichweite) werden sich deine Aufladungen entlang der Autobahnen erübrigen.
      Nun zu deinen Antworten:

      1. Ist korrekt, mit dem Zusatz allerdings, das der Akku zwar von Mitarbeitern einer Werkstatt ersetzt werden darf, das Öffnen und Reparieren jedoch nicht. Dafür sind zusätzliche Schulungen nötig die allerdings anderem Personal vorenthalten ist.
      2. Fahre privat ein Fzg (reiner Verbrenner) made in Stuttgart. Servicekosten nach erster großer Inspektion: 520,- Innovator66: Verbrennungsmotoren haben allerdings den Nachteil, dass mit zunehmenden Lebensalter die Kosten deutlich ansteigen. Und ich vermute mal vorsichtig: Die € 520 sind nicht für 100 000 km ausgegeben worden….
      3. Ich weiß, dass Tesla einen USP in Bezug auf seine Akkus hat. Bei deutschen Herstellern liegen die Ansprüche an Restkapazitäten jedoch deutlicher geringer: nach 150000km noch über 80% ist hier die interne Forderung. Innovator66: Das Problem mit der Größe. Wenn ich einen kleinen Akku verwende, dann habe ich bei jeder Fahrt einen Vollentladezyklus. Diese vollen Ladezyklen (unterste und oberste 10 % der Batterieladung) sind allerdings für die Batterien nachteilig. Eigentlich sollte man so wertvolle Batterien in einem Teilentladungsbereich betreiben. So von 10-90 %. Dann steigen die verfügbaren Lade- und Entladezyklen dramatisch. Moderne Batterien halten heute so ca. 1750 Volllade-Zyklen / 80%. Aber einige 1000 Teilladezyklen. Wenn also die Batterie groß genug ist, dann werden sie kaum noch voll ge- oder entladen. Man läd ja jede Nacht wieder auf 90 % auf. Damit steigt die Reichweite dramatisch. 500 000 km ist dann realistisch, 1,6 Millionen km ab 2020 im Einsatz. Siehe Videoempfehlung weiter unten
      4. Theoretisch korrekt, ob es so kommt sei erstmal dahin gestellt.
      5. Ok
      6. Habe Erfahrugen mit einem BMW i3 machen können. Bei -10° ca. 160km. Bei Plusgraden etwa 260km
      7. Robotertaxi sind momentan noch absolute Zukunftsmusik und für realistische Betrachtungen m.M. zur Zeit abwegig. Da kann man genauso dein gelobtes 1,5L Auto anführen. Innovator66: Hmm. Denke da liegt ein Irrtum der deutschen Informatiker vor… hier vertraue ich mehr auf Amerikanische High-Tech-Schmieden (bedauerlicherweise muss ich das Schreiben). Meine dringende Empfehlung, die beiden Videos anzusehen:

      https//www.youtube.com/watch?v=Ucp0TTmvqOE

      8. Ok
      9. Siehe 7.
      10. Nicht richtig, geringe Mengen Lithium und Kobalt werden nach wie vor gebraucht Innovator66: Ein großer Irrtum der immer wieder verbreitet wird. Weder Lithium noch Kobalt sind Seltene Erden. https://de.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden
      11. Sollen sukzessiv nicht mehr aus Kinderarbeit gewonnen werden Die Dunkelziffer weiß da denke ich aber niemand so genau Innovator66: Da liegt das Problem auch hauptsächlich in der Definition, da Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren in der Dritten Welt als Erwachsene gelten, bei uns jedoch unter Kinderarbeit eingestuft werden
      12. Ok
      13. Auch nicht richtig. Ein brennender Akku ist nach wie vor unfassbar schwer zu löschen, weswegen diverse Sicherheitsebenen in das Fahrzeug eingebaut werden um den Brand in den Insassenraum maximal zu verzögern. Innovator 66: Ja das stimmt, hier müssen die Feuerwehren einiges dazu lernen. Was aber gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass Feuerwehren heute schon hochgefährliche und hochgiftige Gefahrenguttransporter löschen müssen. Und meist ist dort Wasser ebenfalls nicht erlaubt. Ich persönlich glaube, dass dies unsere Feuerspezialisten beherrschen werden, wenngleich ich zugeben muss, dass hier noch Ausbildung notwendig ist. Ich erinnere daran, dass beim Umstieg vom Pferdefuhrwerk (Heu) zum Verbrennungsmotor (Benzin) auch neue Aufgaben auf die Feuerwehren zugekommen sind. Meines Wissens nach, wurden diese gelöst.
      14. Siehe 14.
      15. Ok
      16. Ok
      17. Theoretisch korrekt, aber nur wenn der Rekuperation ein Wirkungsgrad von 100% zugesprochen wird, was de facto nicht der Fall ist. Momentan kann man von 80-85% ausgehen. Innovator66: Das stimmt nur teilweise, da leicht vergessen wird, dass 100% des Fahrzeuges zur Rekuperation herangezogen wird. Ein Beispiel:
      Verbrennungsfahrzeug / 1600 kg davon 0% Rekuperation = 0 kg kinetische Energierückgewinnung
      Elektrofahrzeug / 2000 kg davon 85 % Rekuperation = 1700 kg kinetische Energierückgewinnung. Und das ist deutlich mehr als 0

      Dennoch fand ich den Blogeintrag gut geschrieben und veranlasst einen zum Nachdenken und ich denke damit ist das primäre Ziel Erreicht. Genau, Danke für den Beitrag! Hintergrund: im Bereich er eMobilitätsforen gibt es sehr viele Verbrenner-Freunde die teilweise sehr fragwürdige Kommentare abgeben. Ich dachte mir, ich gebe auch mal einen Kommentar auf deren Foren ab… Den anderen Blickwinkel zeigend…

      VG

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      1. Ergänzung: Ohne “seltene Erden” kommt ein moderner Benziner nicht aus: Yttrium in der Zündkerzen, Neodym in der Lichtmaschine, Cer im Kat.
        Arbeite seit 20 Jahren für einen deutschen OEM und kenne die “Zerissenheit” die derzeit auf den Gängen der Unternehmen herrscht, sehr gut. Kollegen der “Verbrennerlobby” gegen die Kollegen die mit der Zukunft in Berührung gekommen sind.
        Meine Erfahrung zu “modernen” Dieselaggregaten: Mein 6 Monate alter moderner 6-Zylinder Diesel verbraucht nach dem Kaltstart bei noch so vorsichtiger Fahrweise auf den ersten 10 km Stadt/Pedndelbetrieb (kein SUV, Kombi mit 1,8 Tonnen) immer über 10 Liter. Nach 17 km bin ich dann am Zielort. Nur auf der Landstrasse mit vorsichtigem Gasfuss und an die Geschwindigkeitbeschränkung gehaltener defensiver Fahrweise geht auch mal 5-6 Liter.
        Danke an Innovator66 für den Satirepreisverdächtigen Artikel : )

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  2. Vorweg zu mir: Ich bin E-Tech-Ing. und auch mein Vater und mein Bruder haben einen E-techn. Beruf. Mir ist E-Kram also lieber als komplizierte Mechanik wie in einem Verbrennungsmotor.
    – Es sollte doch klar sein, dass ein aktiver Manager a) weniger Zeit hat für einen TV-Auftritt, b) angehalten ist keine aktuellen Interna zu verraten (also weniger sagen darf bzw. der Ex-Manager weiß ja schlicht die aktuellen Sachen nicht weil Ex) und c) weniger auf Zusatzeinnahmen angewiesen ist als ein Ex-Manager.
    – Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der man der Überzeugung ist, dass alles seine Vor- und Nachteile hat. Konnte hier aber z. B. nix über die Abbaubedingungen des ganzen Lithiums sehen. Oder wir wissen auch, dass wenn eine Photovoltaikanlage am meisten bringt, wenn die Autos die man meisten fahren meist nicht zu Hause sind, man am Ziel meist nicht laden kann (bzw. es keinen Sinn macht alles mit Lahmladesäulen zuzupflastern) und das Stromnetz auch keine 100% Wirkungsgrad hat, schon garnicht wenn man den Strom Puffern muss. Oder dass Windräder div. Tiere zerhäckseln, Infraschall erzeugen was den Leuten im größeren Umkreis den Schlaf rauben kann und oft deren Betonfundamente im Boden verbleiben. Also im Grunde alles ganz ähnl. wie als man (vor meiner Zeit) behauptet hat, dass die Atomenergie alle Energieversorgungsprobleme lösen würde inkl. Autos mit unglaublicher Reichweite.
    – Eine in den Medien AFAIK noch nicht kritisierte Studie des Fraunhofer ISI (die vor der IFO-Studie rauskam) belegt, dass die Umweltfreundlichkeit massiv von der Akkugröße abhängt. D.h. wenn wir mal bei einer Reichweite aktueller Verbrenner sind, müsste sich bei der Akkutechnik offenbar einiges getan haben, damit E-Autos noch viel umweltfreundlicher sind. Hab auch immer wieder User-Berichte gefunden, wonach E-Auto-Akkus (auch solche von Tesla) mit deutl. =150Mm nicht.
    – Mein Auto hat 1,6l und das meiner Eltern sogar 0,9l – Hubraum. Vllt, war das gemeint 😉
    Die niedrigeren Verbräche dürften im wesentl. auf Hybrid und H2 basieren (bzw. den gesetzl. Regelungen zur Bestimmung der Abgaswerte).
    – “[AdBlue] Das macht aber niemand, haben mir Freunde erzählt. [Kann mir jemand erklären, warum man nur für eine Prüfstandmessung eine Abgasanlage und einen zweiten Tank einbaut?]” Dafür haben die Tankstellen verdammt viele AdBlue-Kanister vor dem Laden. Und wenn die nicht gekauft werden würden, wäre die sicher ganz schnell wieder weg.
    – “Denn mit einem Durchschnittsstundensatz von € 172,- für einen Kfz-Mechaniker/Spengler (ohne jeglicher akademischer Ausbildung) müsste man eigentlich auch ganz gut leben können.” Nur weil im Ausland die Ausbildung evtl. anders organisiert ist also z. B. akademisch heißt das nicht zwangsläufig dass die auch mehr wissen als jmd. der im dt. dualen Ausbildungssystem ausgebildet wurde. Im Gegenteil, im Ausland wird das dt. System oft wg. dem hohen Praxisanteil gelobt!
    – “Frage: Musstet ihr euer Auto auch in einer Werkstätte kaufen? Wie viel kostet das ständige Warten und Reparieren von solchen Fahrzeugen? Lasst ihr das Öl in Fachwerkstätten wechseln, oder wechselt ihr das Öl selbst und darf/kann man das selbst wechseln?” Tesla hatte mal die Wartungskosten-Pauschalen(-Pakete) mit Preisen im Internet. Die Wartung für meinen Verbrenner war billiger. Ja, das Öl darf man selber wechseln, muss es halt evtl. ein paar Wochen lagern bis mal wieder Sondermüllsammlung ist (was Akkus im Grund auch sind, nur dass da für die meisten typen (insb. Blei-Akkus für Autos und Akkus in gängigen Batterie-Ersatz-Formaten) ein System etabliert wurde, wo die Händler mehr oder weniger zwangsweise drin sind.
    Und die Werkstätten werden sich IMHO an E-Auto-Akku-Reparaturen noch dumm und dämlicher verdienen, weil die Dongelung an den Hersteller da noch besser realisierbar ist als bei mech. Teilen (siehe auch z. B. Abwehrmaßnahmen von Drucker-Herstellern gegen Drittanbieter-Patronen/-Kartuschen).
    Aber es ist gut wenn ab und zu jmd. auch z. B. das Fahrwerk kontrolliert, wozu man etwas Erfahrung und eine entspr. Ausbildung braucht.
    – Bitte bei einem als Neuwagen für ca. 14kEUR gekauften E-Auto die Beschleunigung nach 500-600km ohne nachzuladen mit viel AB nochmal nachmessen. Selbst mein Basis-Benziner dürfte da eine wesentl. bessere Beschleunigung haben – weil da der E-Auto-Akku längst leer sein dürfte…
    Kenne viele Leute die häufiger längere Strecken fahren müssen (z. B. ich fahre notgedrungen arbeitstägl. >160km mit dem Auto) und oft auch Laternenparker sind. Die haben keinen Bock jeden Tag zum Laden zu fahren, was auch noch zieml. lange dauert. Bzw. es macht ja keinen Sinn alles mit Ladesäulen zuzupflasten (höhere Kosten wg. viel mehr Fundamenten etc. (der Aufpreis in EUR/10kW ist oft nicht so hoch bei Schnellladesäulen) und dazu noch die Wartung (insb. elektr. Sicherheit!). D.h. Schnellladesäulen sind unterm Strich besser!
    – “Deshalb meine Frage: Weiß von euch jemand, warum der Gesetzgeber ein nicht realistisches Standardverfahren festlegt obwohl er weiß, dass das Ergebnis falsch ist? Kann das etwas mit den 150 Lobbyisten in Brüssel zu tun haben?” Mal wieder jmd. der keine Ahnung hat, für was ein Messzyklus ist 😦
    Das ist nur zum Vergleich von Autos untereinander! Bzw. selbst beim WLTP unterscheiden sich die Realverbräuche versch. Fahrer bzw. Strecken immernoch massiv!
    Dafür dass der von einem Auto verbrauchte Antriebsstrom (egal ob BEV oder PHEV) mit 0g CO2/km angesetzt wird kann der Messzyklus nix, das was eindeutig der Gesetzgeber!
    – “Es verwundert mich deshalb, da ja Steuern auch vom Verbrauch abhängen, wodurch sich ja der Staat selbst betrügen würde. Hmmm….” Schwachsinn! Der Staat kann egal ob nun höhere oder niedrigere “techn.” Werte der Fahrzeuge angesetzt werden die entspr. Steuern unabh. davon erhöhen oder verrringern!
    Außerdem wird unterschlagen, dass Krafstoffe und Strom massiv besteuert werden, also der reale(!) Verbrauch massiv besteuert wird!
    – “[…] Wie klimatisiert ihr euer Auto am Abend vor der Nachhausefahrt?”
    1. Meine Garage hat serienm. Lüftungslöcher und man kann das Tor offenlassen. Insb. bei letzterem besteht keine Gefahr.
    2. Auch E-Autos haben oft 12V Bleiakkus. Wenn der im Innenraum verbaut ist und kein Blei_gel_-Akku ist, werden die Insassen bei der Ladung vergiftet…
    3. Man kann Vorklimatisierung auch für Verbrenner nachrüsten.
    4. Da hat sich im Artikel offensicht. eine Umweltsau geoutet. Es ist viel umweltfreundlicher die Klimatisierung nur zu verwenden, wenn man sie wirkl. braucht! Also nicht auf Verdacht schon mal vorklimatisieren, dann kommt noch was dazwischen usw.! Aus Umweltschutzgründen friere ich die ersten paar km etwas (da ich davor normalerweise in einem Gebäude war, habe ich da auch noch etwas “Körperwärme-Reserve”, sodass es nicht wirkl. schlimm ist) bzw. lasse bei heißem Wetter zunächst über die Fenster die angestaute Hitze raus (das machen E-Auto-Vorklimatisierungen i.d.R. nicht, sondern die Wärme wird anderweitig viel ineffizienter rausgeführt) bzw. lasse mein Auto auf den ersten paar km vom Fahrtwind “durchblasen” und mache dann erst die Fenster zu und die Kühlung an.
    – “Weiß jemand von euch wann eine Heim – Betankung möglich wird?” Völlig am Kernproblem vorbei! Aktuell ist es so, das quasi alle an Tankstellen tanken müssen. Die Auslastung ist also eher konstant. Wenn nun mehrheitl. die Leute stattdessen daheim “tanken” (egal ob man das nun auf herkömml. Kraftstoff bezieht oder E-Autos die man daheim (wenn auch rel. langsam) lädt), wird’s ein Problem geben wenn mal wieder über Nacht der Strom ausgefallen ist. Ggf. muss da ja was getan werden, damit die Kiste weiterlädt. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten wird insb. heute gerne an der Reichweite geknausert, sodass man halt mal eher blöd dasteht und die wenigen Schnellladesäulen (daheim wird ja aus Kostengründen i.d.R. lahmgeladen werden) gnadenlos überlaufen sein werden.
    – “Wie vermeidet ihr das, und gibt es ein automatisches, wenn möglich berührungsloses Tanken?” Einfach Augen aufmachen, an den meisten Tankstellen gibt’s sogar Gratis-Diesel-Handschuhe, zur Not nimmt man selbst Handschuhe mit…
    Und Induktion ist ineffizient und fehleranfällig. Man kennt das ja, dass auch magn. Teile gerne mal im Reifen stecken. Wenn’s einen Sicherheitsmechanismus gibt, wird der bei sowas abschalten (und wenn nicht ist das Ding eine Gefahr).
    Außerdem kenne ich genügend E-Stecker, wo danach auch die Hände stinken – nicht weil sie mit Fäkalien oder sonstigen Stoffen die im Bereich von elektr. Stromversorgungs-Steckverbindungen eigentl. nix zu suchen haben in Berührung gekommen sind…
    – “Weiß jemand warum die Batterien bei Verbrennungsmotoren leer werden? Kann man da nicht auch so wie bei eAutos das Licht 800 Stunden eingeschaltet lassen?” Weiß jmd. warum die Akkus von E-Autos bei Autobahnfahrt im Vergleich zu gleich teuren Verbrennern viel schneller leer werden? Und wenn jmd. die Tankanzeige von Verbrennern nicht vernünftig beachtet, wird er es bei E-Autos auch nicht tun. Bzw. bei E-Autos verändert sich die Reichweite abh. von Wetterbedingungen und Fahrprofil noch viel drastischer als bei Verbrennern!
    – “Am Anfang ist uns nur aufgefallen, dass wir sehr oft das Bremspedal treten mussten.” Aha, 2. Umweltsau-Outing. Rekuperation hat keine 100% Wirkungsgrad! D.h. auch beim E-Auto sorgt jegl. Art von Bremsung die über die normalen Rollwiderstände hinausgehen für unnötige Energieverluste sorgt, sollte klar sein. Sprich jegl. Art von Bremsung darf nur passieren, wenn man ein dafür vorgesehenes Bedienelement betätigt, weil sonst Energieverschwendung!
    – “sowie das ständige Schalten als ziemlich anstrengend. Die rechte Hand war faktisch zu sonst nichts mehr zu verwenden, denn man musste immer schaltbereit sein. Ich weiß zwar nicht ob das bei anderen Fahrzeugen anders ist, aber bei diesem Leihfahrzeug musste man ständig mit der Hand rumkurbeln….”
    1. Man kann auch bei Verbrennern automatisierte Schaltgetriebe kaufen.
    2. Und ganz schnell das 3. Umweltsau-Outing: Auch bei E-Autos kann ein (autom.) Schaltgetriebe Energie sparen! Vermutl. braucht man weniger Gänge als beim Verbrenner, aber selbst nur 2 machen sehr oft schon Sinn.
    – “Entweder heulte der Wagen auf (zu kleiner Gang)” Da ich noch keine Fahrschule kenne die nur auf E-Autos ausbildet, hat sich da jmd. offensichtl. als Straftäter geoutet (Fahren ohne Fahrerlaubnis). Denn normalerweise lernt man in der Fahrschule, dass bergab bei hoher Drehzahl _ohne_ Gas geben auch bei Verbrennern ohne Rekuperation kein Problem bzw. sogar empfohlen wird, weil’s die Betriebsbremsen schont und sowas wie “Nach einer längeren Talfahrt konnten wir deshalb einen stechenden Geruch wahrnehmen.” dann garnicht passiert.
    – “Kann es sein, dass bei Verbrennungsmotoren gar keine Rekuperation eingebaut ist?” Auch Verbrenner kann man mit Rekuperation kaufen (Hybrid).
    – “Dabei ist mir auch klar geworden, warum bei allen Verbrennungsmotorfahrzeugen die schönen Alufelgen immer total verdreckt sind. Ich vermute fast, dass ist der Bremsabrieb. Weiß da jemand etwas darüber?” Meine Bremsen halten mind. 140Mm. Der Dreck kommt definitiv hauptsächl. woanders her. Er kommt in der Hauptsache vom Reifenabrieb von Fahrzeugen, die in der Zeit bevor man die Strecke dort entlang gefahren sind, insb. solchen Fahrzeugen, die stark beschleunigen können. Dass E-Autos diesbzgl. das Problem verschlimmern, dafür sprich “Vermutlich hatte unser Leihauto zwei Defekte. Blöd, wenn das genau bei einem Testwagen auftritt. Denn zum einen konnten wir die gewaltige Beschleunigung „von unten heraus“, über die der Werkstattleiter bei Dieselfahrzeugen so geschwärmt hat, nicht feststellen. Meine Frau meinte sogar, dass das Auto defekt sei.”.
    Außerdem habe ich keine Alufelgen, sondern Stahlfelgen, was hier aber keinen Unterschied machen sollte. Inzw. sind Stahlfelgen AFAIK wieder umweltfreundlicher, weil man es geschafft hat, die höhere Festigkeit zum Material sparen zu benutzen bzw. Stahl ist pro Volumen umweltfreundl. als Alu.
    – “Deshalb würde ich euch gerne fragen, ob ihr tatsächlich 800 km ohne Pause durchfahrt, und wie oft ihr das im Jahr macht?” Falsche Frage. Die Frage muss lauten, wie weit man es auf Langstrecke meist bis zur nächsten Möglichkeit einer Ladung zu vernünftigen Konditionen hat (zwischen gratis bis umgerechnet bis zu ca. 1,40EUR/kWh habe ich bei Nicht-Ladepauschale-Tarifen schon quasi alles gesehen – so krasse Unterschiede kennt man bei Kraftstoffen IMHO nicht, obwohl da die Schwankungen bzw. Preisunterschiede zwischen an der Autobahn bzw. den Gegenden z. T. schon sehr krass sind) bzw. ob man da eher knapp kalkuliert, es also riskiert mit leerem E-Auto-Akku liegen zu bleiben (s.o.) bzw. wie oft man als Laternenparker an der lahmen Ladesäule stehen will.
    Dazukommt, dass E-Autos die letzten 20-30% eher langsam laden, anders als Verbrenner beim Tanken. D.h. man will da die nominale Akkukapazität dann eher nur zu 70-80% auch wirkl. nutzen. Desweiteren macht das den E-Auto-Akku schneller kaputt, wenn man ihn häufig von (fast) 100 bis (fast) 0% ausreizt, anders als einen Kraftstofftank.
    – Zu den Problemen für Umwelt und Menschen bzgl. des Lithium-Abbaus habe ich bereits was geschrieben. Beim div. anderen Stoffen (z. B. auch Uran bzw. der daraus resultierende Abfall – in Europa gibt’s immernoch einiges an Atomstrom oder auch Stoffen die im (E-)Auto verbaut werden…) sieht es ähnl. aus.
    – “Aber möglicherweise ist der Markt schon im Umbruch und Sie wollen uns noch schnell das alte Zeug verkaufen, denn sonst würden nicht so viele Ex-Manager am Podium sitzen. Wie seht ihr das?” Erstmal schauen, ob genug Material so schnell gefördert werden kann, dass die Masse mit bezahl- und brauchbaren E-Autos versorgt werden kann…

    notting

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  3. Hallo,

    Zu1: Der technologische Fortschritt scheint offenbar daraus zu bestehen, dass das moderne Motoren leichter sind als früher durch dünneres Material, bei gleichzeitig doppelt so hoher Leistung. Zudem werden mit dem Turbolader teure Einzelteile eingebaut, die rot glühend mit 150.000 U/min rotieren und deren Ausfall (z.B. durch falsche Behandlung) dann einen Schaden von 1000 € bedeutet. Das führt in der Praxis dazu, dass die Motoren empfindlicher geworden sind, und teurer im Unterhalt durch billigere Steuerketten, die öfter gewechselt werden müssen. Das trifft nicht nur auf einfache 4 Zylinder zu, auch teure V8 sind teilweise auf diesem Qualitätsniveau angelangt. Immerhin steckt heutzutage sehr viel Know How in der Betrugs… ähh, ich meinte Motorssteuerungssoftware.

    Zu 2: Es hätte mich bei dieser Ehrlichkeit der deutschen Automobilbrache überrascht, wenn es anders wäre. Ich habe auch dazugelernt, das nicht nur mein Haus Fenster hat, sondern auch mein Auto eins, das sich Thermofenster nennt, und nein man kann leider nicht hindurchschauen.

    Zu3: Da ich mein Auto noch für einen etwas schwereren Anhänger brauche muss momentan leider noch ein nicht elektrischer Antrieb unter der Haube sitzen. Da ich mich aber sehr ungern abzocken lasse und die Garantie sowieso abgelaufen ist mach ich die ganze Wartung einfach selber (schließt nicht nur das Öl ein). Ansonsten offiziell 750 € für eine umfangreichere jährliche Wartung, jedoch ohne Bremsen etc. Aber die können mich mal 🙂

    Zu 4: Hätten Sie nicht nach 500 Jahren Weltfrieden fragen können? Die Frage wäre wohl leichter zu beantworten

    Zu5: Die Frage kann vermutlich nur der oberste Befehlsempfänger der deutschen Automobil-Konzernlenker beantworten. Seine E-Mailadresse ist andreas.scheuer@bundestag.de

    Zu6: Für was gibts sonst Gasmasken? Die Örtliche Feuerwehr berät Sie gerne.

    Zu7: Für 10k Euro lässt sich da bestimmt was machen, bei Dieseln ists sogar noch ein bischen billiger, weil da die Dämpfe da nicht so entzündlich sind.

    Zu8: Es gibt dicke Chemieschutzhandschuhe, die bis über die Ellenbogen reichen. Damit können Sie ihre Hände gut schützen. Bitte die Schutzbrille nicht vergessen, da der Kraftstoff bei Berührung auch die Augen schädigt. Bei Benzin können Sie selbstverständlich auch die oben schon genannte Gasmaske benutzen, in ihrer Ausfühung als Vollmaske schützt sie nicht nur Ihre Augen, sondern auch die Lunge gegen die krebserregenden Benzoldämpfe im Benzin.

    Zu9: Wenn Sie den Motor laufen lassen können Sie das Licht auch anlassen. Leider führt das dann nach spätestens 2 Tagen zu Problem 1, dem Sprit. Alternativ können Sie auch ein Batterieladegerät angehängt lassen, das den Strom liefert. Funktioniert leider nur in der Garage (oh, ich hab vergessen, 80 % der Deutschen sollen ja angeblich keinen Zugang zu Strom an ihrem Abstellplatz haben).

    Zu10: Ich suche auch schon seit längerem den Rekuperationsschalter bei meinem Auto. Die Feuerwehr musste aber erst 3 mal ausrücken um meine brennenden Bremsen zu löschen.

    Zu11: Vermutlich liegen deshalb Mattschwarz lackierte Alufelgen so im Trend.

    Zu12: Kann ich nichts darüber sagen, da ich wegen meinem E-Bike dieses Jahr insgesamt noch keine 800 km mit dem Auto gefahren bin. Langsam mache ich mir aber schon Sorgen, dass das Benzin im Tank alt wird, oder einfach verdunstet.

    Zu13: Ein eingefleischer Verbrennerfan verdrängt das. Der sorgt sich eher um die Umwelt wegen den ganzen Akkuschrauber und E-Bikebatterien, da das ja alles den Planeten zerstörende Li-Ionen Akkus sind.

    Zu14: Drum sind’s Ex Manager. Von der Ex will man ja normalerweise auch nichts mehr wissen. Herr Winterkorn darf übrigens nicht mehr in seinen geliebten Skiort nach Österreich, da im dort wegen dem internationalen Haftbefehl aus den Staaten die Verhaftung und Auslieferung droht. Wenn es mit dem Klimawandel so weitergeht muss er das aber auch nicht, Sportarten wie Wasserski oder Tauchen machen dann mehr Sinn … achja, apropos Sinn, der Mann erzählt eigentlich auch nur Unsinn…

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